{"id":274,"date":"2012-04-19T13:55:02","date_gmt":"2012-04-19T13:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/muttonen.headroom.at\/?p=274"},"modified":"2012-05-07T15:09:33","modified_gmt":"2012-05-07T15:09:33","slug":"palastinensische-gewerkschaftsvertreter-zu-besuch-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christine-muttonen.at\/?p=274","title":{"rendered":"Pal\u00e4stinensische Gewerkschaftsvertreter zu Besuch in Wien"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/muttonen.headroom.at\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Besuch-von-Vertretern-der-pal\u00e4stinensichen-Gewerkschaft.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-275\" title=\"Besuch von Vertretern der pal\u00e4stinensichen Gewerkschaft\" src=\"https:\/\/muttonen.headroom.at\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Besuch-von-Vertretern-der-pal\u00e4stinensichen-Gewerkschaft-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/christine-muttonen.at\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Besuch-von-Vertretern-der-pal\u00e4stinensichen-Gewerkschaft-300x225.jpg 300w, https:\/\/christine-muttonen.at\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Besuch-von-Vertretern-der-pal\u00e4stinensichen-Gewerkschaft.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Vergangene Woche waren auf Einladung des \u00d6GB erstmalig Vertreter der pal\u00e4stinensischen Gewerkschaft PGFTU zu Gast in Wien. In einer Aussprache am Donnerstag mit Abgeordneten des Au\u00dfenpolitischen Ausschusses schilderten uns Herr\u00a0 Manawel Abdelall und Frau Khawla Dosougi den anstrengenden Kampf der Gewerkschaften f\u00fcr die Rechte und Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den zersplitterten und krisengeplagten pal\u00e4stinensischen Gebieten.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schwierig macht diese Arbeit unter anderem die uneinheitliche Rechtslage, besonders in Ostjerusalem. Hier werden willk\u00fcrlich israelische, pal\u00e4stinensische oder jordanische Gesetze angewendet, je nachdem welches Gesetz dem Arbeitgeber besser erscheint. Besonders kompliziert ist die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die 100.000 Pal\u00e4stinenser, die in Israel oder in den israelischen Siedlungen arbeiten. Der Gro\u00dfteil, 77.000, ist illegal besch\u00e4ftigt und hat somit auch keinen Anspruch auf Sozialleistungen oder einen Mindestlohn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die israelische Besetzung verhindert laut Herrn Abdelall zudem eine gute wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die vielen Checkpoints machten das Zusammenleben und den Aufbau einer \u00fcberlebensf\u00e4higen und eigenst\u00e4ndigen pal\u00e4stinensischen Wirtschaft unm\u00f6glich. 23% der arbeitsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerung sei arbeitslos, f\u00fcr 25.000 der j\u00e4hrlich 40.000 Hochschulabsolventen g\u00e4be es keine Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten in der Heimat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frau Dosougi verwies in ihren Ausf\u00fchrungen insbesondere auch auf die Arbeitsbedingungen der pal\u00e4stinensischen Frauen. 68% der armen Familien in Pal\u00e4stina sind finanziell von alleinerziehenden und alleinverdienenden Frauen abh\u00e4ngig. Besonders von Frauen ausge\u00fcbte Berufe werden zudem h\u00e4ufig nicht von den g\u00fcltigen Arbeitsgesetzen erfasst. Ein weiteres ernstes Problem in Pal\u00e4stina ist die Kinderarbeit. Viele Familien h\u00e4tten aufgrund von Arbeitslosigkeit oder geringen L\u00f6hnen keine andere Wahl, als ihre Kinder arbeiten zu schicken. Hoffnung bereitet zumindest die Ank\u00fcndigung der Regierung, zum 1. Mai 2012 einen Mindestlohn in den pal\u00e4stinensischen Autonomiegebieten einf\u00fchren zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vergangene Woche waren auf Einladung des \u00d6GB erstmalig Vertreter der pal\u00e4stinensischen Gewerkschaft PGFTU zu Gast in Wien. 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