{"id":2245,"date":"2014-10-13T14:31:05","date_gmt":"2014-10-13T14:31:05","guid":{"rendered":"https:\/\/christine-muttonen.at\/?p=2245"},"modified":"2014-10-13T14:31:05","modified_gmt":"2014-10-13T14:31:05","slug":"spo-enquete-ceta-ttip-und-co-mussen-transparenter-und-demokratischer-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christine-muttonen.at\/?p=2245","title":{"rendered":"SP\u00d6-Enquete: CETA, TTIP und Co. m\u00fcssen transparenter und demokratischer werden!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/christine-muttonen.at\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/141010_SP\u00d6_Enquete_Freihandel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2246\" title=\"141010_SP\u00d6_Enquete_Freihandel\" src=\"https:\/\/christine-muttonen.at\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/141010_SP\u00d6_Enquete_Freihandel-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die von mir geleitete Enquete zur Handelspolitik der EU ist am vergangenen Freitag auf gro\u00dfes Interesse gesto\u00dfen. Rund 120 TeilnehmerInnen fanden sich im Abgeordnetensprechzimmer des Nationalrats ein. Diskutiert wurde \u00fcber die Fehler und M\u00e4ngel der aktuellen Handelspolitik und dar\u00fcber wie alternative Ans\u00e4tze aussehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hauptkritikpunkt an der aktuellen Handelspolitik war die mangelnde Transparenz. Die vollkommen unzureichende Information der Parlamente und der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Verhandlungen versto\u00dfe gegen demokratische Grunds\u00e4tze. Einig waren sich die DiskutantInnen auch in ihrer Ablehnung gegen\u00fcber m\u00f6glichen Schiedsgerichten f\u00fcr internationale Investoren. Diese w\u00fcrden die demokratischen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten der Parlamente einschr\u00e4nken und ein 2-Klassen-Rechtssystem etablieren. Auch internationale Investoren h\u00e4tten demokratische Entscheidungen zu respektieren. F\u00fcr Klagen st\u00fcnden ihnen, wie jedem anderen auch, erstklassige Rechtssysteme in Europa den USA und Kanada zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Alternative zur bestehenden Handelspolitik wurde eine Politik eingefordert, die nicht mehr l\u00e4nger alles dem wirtschaftlichen Interesse unterordnet, sondern die Belange von Umwelt, Sozialem und Gesundheit, von VerbraucherInnen und ArbeitnehmerInnen ein gr\u00f6\u00dferes Gewicht in den Verhandlungen gibt. Einige Beachtung fanden auch Vorschl\u00e4ge, um die internationale Handelspolitik demokratischer und rechtsstaatlicher zu gestalten. Anstelle von undurchsichtigen Schiedsgerichten k\u00f6nnte bspw. ein vern\u00fcnftiger internationaler Handelsgerichtshof geschaffen werden. Vor dem k\u00f6nnten dann nicht nur Staaten und Unternehmen einander klagen, sondern z.B. auch Minderheiten, indigene V\u00f6lker oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wenn sie durch die Gesch\u00e4fte internationaler Wirtschaftsakteure gesch\u00e4digt wurden. Eine weitere \u00dcberlegung ist die Einrichtung eines Parlaments f\u00fcr die WTO gewesen. Handelspolitische Entscheidungen k\u00f6nnten in diesem Parlament \u00f6ffentlich diskutiert und demokratisch beschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von mir geleitete Enquete zur Handelspolitik der EU ist am vergangenen Freitag auf gro\u00dfes Interesse gesto\u00dfen. Rund 120 TeilnehmerInnen fanden sich im Abgeordnetensprechzimmer des Nationalrats ein. Diskutiert wurde \u00fcber die Fehler und M\u00e4ngel der aktuellen Handelspolitik und dar\u00fcber wie alternative Ans\u00e4tze aussehen k\u00f6nnten. &nbsp; Hauptkritikpunkt an der aktuellen Handelspolitik war die mangelnde Transparenz. 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